Honig
Der Honig wurde als Nahrungsmittel der Könige, Elixir der ewigen
Jungheit, sogar als Potenzmittel genannt. Den Honig titulierte
Homer als Geschenk der Götter, Povidius als Quelle der Wissenschaften,
Hippokrates als himmlisches Wundermittel. Die Haltbarkeitszeit
charakterisiert sehr gut, dass man in den Gräbern der Pharaonen
geniessbaren Honig gefunden hat. Der Honig ist eine unwiderstehliche
Delicatesse, sogar noch viel mehr.Alle Kinder wissen es, dass
der Honig gesund ist.Leider haben die Menschen über den Honig
und die Bienen nur diese Kenntnisse.Das Leben der Biene, die Herstellungsmethode
des Honigs ist spannend und faszinierend.
Die honigssorte:
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Akazienhonig
- Der hat einen harmonischen Geschmack, ist süss und zart,
weniger säurig. Geruch: Akazienblumen. Das Farbspektrum
von fast farblos bis mild gelb. Wegen dem bedeutenden Obstzuckerinhalt
bleibt er längere Zeit flüssig. Er ist ein gutes Desinfektionsmittel.
Gegen den Husten empfohlen. |
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Kastanienhonig
- Der hat einen hohen Mineralstoffinhalt. Das Farbspektrum
gelb-braun, der Geruch Kastanienblumen, hat einen milden,
bitteren Nachgeschmack. Der regelmässige Konsum verhindert
die Entwicklung von Thrombosen. Für die Milderung von Krampfadern
ist er auch geeignet. |
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Rapshonig - Bis
er flüssig ist, hat er gelbe Farbe, wird aber rasch auskristallisiert,
dann ist er fast weiss. Die Kristallpartikeln sind ganz
winzig, die aber den Konsumwert nicht beeinträchtigen. Der
ist weniger säuerlich und heilt sogar die Magesäurewucherung.
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Lindenhonig -
Seine Farbe ist von der Sammelzeit abhängig . Geruch und
Geschmack sind angenehm charaktervoll. Er würzt die Speisen
und Getränke. Perfekt gegen Bronchities. Für die Milderung
der Fieberkrankheiten geeignet und hat eine krampflösende
Wirkung. Mit anderen Honigsorten gemischt steigert er den
Geschmack. |
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Frühlingsblumenhonig
- Meistens eine Mischung von Wildkirschen, Hagedorn, Wildrosen
und Akazienblumen. Eine Mixtur von feinen Kristallen. Die
helle Farbe ist mit feinem Aroma und Geruch verbunden. |
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Seidengrashonig
- Der stammt vom Nektar von Asclepias syriaca . Der hat
einen sehr starken, ckarakteristischen, würzigen, duftigen
Geschmack. Spezielles Würzmittel von rohen Speisen. Ein
echtes "Hungaricum". |
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Gemischter
Blumenhonig - Goldgelbe, später etwas dunklere Farbe. Der
wird rasch auskristallisiert. Als Cremehonig eine angenehme
Delicatesse. Zum Backen perfekt geeignet. Ein gutes Verstärkungsmittel.
Für Leute mit empfindlichen Magen auch empfohlen. |
WORAUF
SOLLEN WIR ACHTEN
Der Honig beinhaltet viele natürlichen Stoffe, so Proteine, Ensyme
und Vitaminen, diese Stoffe verlieren über 40oC einen grossen
Anteil. Man soll es wissen, dass die im Handel erhältlichen Honigprodukte
temperaturbehandelt sind. So kann man die besser filtern und füllen.
Der Ensyminhalt ist aber geringer, als bei einem echten Honig
der Imker. So ist die Heilkraft auch sehr gering. Es werden auch
solche Produkte vertrieben, die zwar den Name Honig haben, aber
keinen Tropfen von Honig beinhalten: Türkischer Honig, Honigkekse.
Kaufen wir eher von Produzenten, Imkern.
EINE
KLEINE HISTORIE
Vor
etwa 100 Mio Jahren erschienen die ersten geschlossenen Blütenstempel.
Zur Bestäubung wurden die Bienen unentbehrlich. Dank unserer Urmutter
kamen vor etwa 70 Mio Jahren die heute bekannten Bienen. Die menschliche
Geschichte kann nur etwa 1-2 Mio Jahre aufzeigen. Die Evolution
hat die winzigen Tiere perfekt entwickelt. Vor der Entwicklung
der Landwirtschaft konnten die Menschen nur solche Nährung zu
sich nehmen, die sie in der Natur gefunden haben. Während der
Suche der Nährung haben die Menschen die Bienen und die mit Honig
gefüllten Scheiben gefunden. So können wir die mit den Bienen
bezüglichen Erfahrungen, die durch ihnen hergestellten Produkte
bis in die Urzeit zurückführen. Die besser entwickelten menschlichen
Kulturen in Ägypten, China, Griechenland und im Inkareich konnten
schon vor der Zeitrechnung die heilende Wirkung des Honigs erkennen.
Sie haben mit der Haltung der Bienen begonnen. Die Wissenschaft
der Heilkunde beruhte sich grundsätzlich auf die Erfahrungen.
So wurde der Honig für die Behandlung vieler Krankheiten intern
und extern eingesetzt.Der Honig wurde extern als Kosmetikum verwendet.
Er befördert die Hidratation, die Haut wird flexibel, verhindert
nicht die Atmung der Haut. Cleopatra hat Eselmilchbad mit Honig
genommen, damit sie die Jugendfrische ihrer Haut behalten kann.
König Herodes konnte 7 Jahre lang die Schönheit seiner verstorbenen
Frau behalten können. Sie war in einem mit Honig gefüllten Behälter.
Der Honig spielte eine wichtige Rolle in der Heilung der Wunden:
durch die antibakterielle Wirkung wurde die Infizierung verhindert.
Intern wurde der Honig für Magenbeschwerden eingesetzt. Für die
Mischung der Heilkräuter wurde der auch verwendet. Die griechischen
Sportler haben es schon im Altertum gewusst, dass der Honig die
verbrauchte Energie rasch zurückgibt. Hippokrates hat in seinen
Unterlagen anerkennend den süssen, gelben Schatz erwähnt. Enokritos
behauptete, dass man den Körper extern mit Ölen, intern mit dem
Honig ernähren soll. Das können wir ihm glauben. Er ist mit 109
Jahren gestorben. Vor 3700 Jahren hat der erste chinesische Arzt
behauptet: das Geheimnis des langen Lebens ist der regelmässige
Konsum der Mischung von gerösteten Ginsengwurzeln und Honig. Es
ist ersichtlich, dass die medizinische Heilkunde des Altertums
den Honig hoch geschätzt hat. Die moderne Heilkunde verwendet
ganz selten den Honig. Der wurde unwesentlich. Wie auch viele
andere, natürliche Materialien, so musste auch der Honig seinen
Platz für die Massenproduktion übergeben. Oder doch nicht? Wir
müssen es erkennen, wie unentbehrlich die von der Natur angebotenen
Schätze sind! So auch der Honig!
IRRGLAUBE
Wenn der Honig luftdicht
verschlossen ist, dann kann er nie verderben. Mit der Luft in
Verbindung gesetzt nimmt er Wasser auf, kann gären. Die Auskristallisierung
ist auch ein natürlicher Prozess. Die bedeutet keine schwache
Qualität, wie das oft die Laien glauben. Einige Honigssorte beginnen
fast sofort auskristallisieren, so zum Beispiel: der Kleehonig,
Rapshonig, Sonnenblumenhonig, usw. Die Auskristallisierung ist
vom Trauben ? und Obstzuckerinhalt abhängig. Wenn der Traubenzuckerinhalt
höher ist, dann wird der Honig rascher auskristallisieren. Unser
Tip: man soll den Honig im Wasserbad vorsichtig erwärmen - die
Temperatur soll nie über 40 oC Grad steigen ? damit wird er wieder
weich und verliert die Kristalleigenschaften. Viele Konsumenten
erwarten von der gleichen Honigssorte die gleiche Geschmackswirkung.
Der Honig, wie auch der Wein, sind Produkte der Natur. So haben
diese Produkte nicht immer den gleichen Geschmack. Den Geschmack,
die Farbe bestimmt das Wetter und die Pflanzen, die die Basis
bilden. Die selbe Honigpflanze kann in verschiedenen Regionen
andere Geschmacksrichtungen haben. So können die Honigprodukte
der verschiedenen Imker verschiedene Geschmacksrichtungen und
Farben aufzeigen. Die genauen Geschmacksrichtungen sind fast unbeschreiblich.
Ein jeder Konsument soll seinen eigenen, passenden Geschmack finden.
UNSERE
LIEBLINGSREZEPTUREN MIT HONIG
Wenn wir beim Backen den
Zucker mit Honig ablösen möchten, dann sollen wir es berücksichtigen,
dass wir 2 Deziliter Zucker mit 1.5-1.75 Dl Honig ersetzen können.
Die Backtemperatur sollen wir mit 15-30 oC Grad reduzieren. Bei
Biskotten soll man pro 2 Deziliter zusätzlich weitere 2-3 Esslöffel
Mehl geben. Bei sonstigen Produkten, die Flüssigkeit beinhalten,
soll man pro 2 Deziliter Honig das Flüssigkeitsvolumen mit 0,5
Deziliter reduzieren. Die Anfänger sollen zuerst mit solchen Honigrezepturen
starten, wo der Honig einen milderen Geschmack hat, zum Beispiel
Akazienhonig. Danach kann man sich stufenweise an die neuen Geschmacksrichtungen
gewöhnen. Rübentorte: Sauermilch -1 Becher, 2 Becher Mehl , 1
Becher Speiseöl, 1 Becher geriebene, gepresste Karotten, 2 Eier,
1 Becher Honig, 1 Backpulver , von Geschmack abhängig geriebene
Nuss oder Kokusnuss. Die Masse wird zusammengemischt und auf 180
oC Grad gebacken. Obstturmix2 Löffel Vanilleeis, 20 Dkg beliebige
Obstsorte, 3-4 Eiswürfel, 2 Esslöffel Honig.
HABEN
SIE ES GEWUSSST?
Damit die Bienen 100 Gramm
Honig sammeln können, müssen sie etwa 1 Mio Stück nektarvolle
Blumen besuchen. Sie sammeln mit ihren Saugapparaten den Nektar,
bis ihre Honigblasen voll werden. Dann fliegen sie zurück zum
Bienenstock. Von der Windrichtung abhängig liegt die Fluggeschwindigkeit
bei etwa 25-30 Km / Stunde. Das Gewicht vom Nektar und Blütenstaub
erreichen durchschnitllich Dreiviertel des Körpergewichtes. Trotzdem
können sie die obige Geschwindigkeit erreichen. Für 1 Kg Honig
müssen sie ca.150.000 St. Honigblasen in den Bienenstock transportieren.
Wenn die Blumen 1,5 Km vom Bienenstock 1,5 Kg entfernt liegen,
dann müssen die Bienen täglich 13 Km fliegen. Dann sind die Entfernungen
der einzelnen Blumen noch nicht berücksichtigt. Für 1 Kg Honig
müssen sie 450.000 Km fliegen. Das ist etwa die zehnfache Länge
des Äquators.
WANDERIMKER
Mehrere
Generationen unserer Familie beschäftigten sich mit der
Imkerei. Die Kniffe der Imkerei haben die Väter für die
Söhne weitergegeben. Alle Familienmitglieder nehmen an der
Arbeit teil. Was ist die Wanderimkerei?Wir wandern mit den
Bienen vom Frühling bis zum späten Herbst. Wir besuchen
die aktuell blühenden Blumen. Beim Start besuchen wir die
Weiden-, danach die Obstbäume. Danach kommt der Raps, die
Akazien, der Seidengras, die Linden, die Kastanien, die
Sonnenblumen, zuletzt die Goldreben.Während der Imkersaison
bewandern wir fast das ganze Land, damit wir die besten
Bienenweiden finden können.
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